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Alopecia androgenetica

geerbter Haarverlust bei Männern und Frauen
Alopecia androgenetica, die sogenannte Kahlhköpfigkeit der Männer ist der meist verbreitete Typ des Haarausfalls. Es handelt sich um einen speziellen Typ der Alopecia, bei dem man eine spezifische Sensibilität der Haarfollikel auf zirkulierende Androgenen voraussetzt. Im Haarfollikel befinden sich zwei wichtige Enzyme: die Aromatose und 5-Alpha-Reduktase. Das Testosteron gelangt zur Zelle des Haarfollikels, bindet sich an den androgenen Rezeptor und formt einen aktivierten Komplex. Der Inhalt von DNA vermindert sich und damit auch die Anzahl der Mitosen in den Matrixzellen der Follikel. Allmählich kommt es zur Reduzierung der follikularen Matrix und dermalen Pappilla wodurch sich der Follikel progressiv vermindert. Der verminderte Follikel produziert immer dünneres Haar ohne Medula und ohne Pigment., bis der Follikel eingeht. Histologisch ist das Zeichen der Evolution die Anwesenheit von indeterminierten Follikeln mit einer intermedialen Größe, wobei sich diese Follikel unter Follikeln, die terminales Haar und Follikeln, die Velushaar produzieren, befinden. Alopecia androgenetica kommt sowohl bei Männern als auch bei Frauen vor, jedoch mit dem Unterschied, dass sich bei Frauen niemals eine totale Kalhköpfigkeit entwickelt.

Jeder Haarfollikel hat Rezeptoren, die auf Testosteron reagieren. Warum haben aber manche Männer dichtes und andere nur dünnes Haar? Der Grund, warum einige Männer zum Haarausfall mehr und andere weniger geneigt sind ist die genetisch bedingte Anzahl von Rezeptoren in der Zellenstruktur des Follikels. Bei der Reduktion des Testosterons entsteht Dihydrotestosteron (DHT) und dieser bindet sich in erhöhtem Maße an die Zellstrukturen und zerstört ihren energetischen Metabolismus. Die Haarwurzeln werden schwächer, sterben allmählich ab und das Haar fällt aus. Im Kampf gegen Haarausfall muss man deshalb Produkte anwenden, die den Haarfollikel durchbluten und gegen die Androgene wirken. Das Klippen der Haare erhöht die Dichte des Haares nicht und hat keinen Einfluss auf die Aktivität der Follikel. Wir werden mit einer bestimmten Anzahl von Follikeln – von 100 Tausend bis 150 Tausend geboren. Im Laufe des Lebens werden keine neuen Follikel gebildet.

Auf der Entstehung der Krankheit beteiligt sich in bedeutendem Maße die Vererbung. Wenn die androgene Alopecia schon vor dem 20 Lebensjahr erscheint, entwickelt sie sich sehr schnell. Auch hier gibt es aber individuelle Unterschiede. Wenn die ersten Symptome bei Männern erst nach dem 30 Lebensjahr erscheinen, ist der Verlauf der Krankheit mäßig und die Kahlköpfigkeit entwickelt sich nicht voll. Sie bleibt nur in den Stirnteilen. Der Verlauf der Alopecia kann von anderen Erkrankungen der Haarhaut oder von langfristiger Einnahme von Arzneien gegen verschiedene andere Krankheiten beeinflusst werden.